Technik
Versandlabel automatisch drucken: Thermodrucker, Druckdialog und der schnelle Weg
Warum der Browser beim Drucken immer einen Dialog zeigt, welcher Drucker sich für Versandlabels eignet und wie du Etiketten ohne Klicks druckst.
Bei fünf Paketen am Tag fällt es nicht auf. Bei fünfzig schon: Jedes Label öffnet den Druckdialog des Browsers, du wählst den Drucker, bestätigst, wartest. Dieser Artikel zeigt, welcher Drucker sich für Versandlabels eignet und wie du den Druckdialog ganz loswirst.
Welches Format braucht ein Versandlabel?
Das Standardformat für Versandetiketten ist 100 × 150 mm, das gängige Thermolabel-Format (im Handel oft „A6” genannt, auch wenn echtes DIN A6 mit 105 × 148 mm minimal abweicht). Es funktioniert für DHL-Labels genauso wie für die meisten anderen Dienste. Es ist genau auf einen Etikettendrucker zugeschnitten.
Alternativ kannst du Labels auch auf A4 oder im US-Letter-Format drucken. Dann sitzt das eigentliche Etikett aber auf einem großen Bogen, den du ausschneiden und aufkleben musst.
Thermodrucker oder Laserdrucker?
Für Versandlabels gibt es zwei Wege, und sie unterscheiden sich im Alltag deutlich.
Der Etikettendrucker (Thermodrucker) druckt direkt aufs Etikett im A6-Format. Er arbeitet mit Hitze auf wärmeempfindlichem Material und braucht keine Tinte und keinen Toner. Das macht ihn schnell, günstig im Betrieb und zuverlässig, wenn du viele Labels druckst. Eine Auflösung ab 203 dpi reicht für die Barcodes. Passende Etikettendrucker gibt es von verschiedenen Herstellern.
Der Laser- oder Tintenstrahldrucker druckt auf normale A4-Bögen. Das Etikett musst du ausschneiden und aufkleben. Das geht für gelegentliche Sendungen, kostet bei Volumen aber Zeit und Verbrauchsmaterial.
Wenn du täglich verschickst, ist der Etikettendrucker fast immer die bessere Investition.
Warum der Browser immer den Druckdialog zeigt
Hier liegt der eigentliche Zeitfresser. Versand-Apps laufen im Browser, und Browser dürfen aus Sicherheitsgründen nicht einfach drucken. Der einzige Druckbefehl, den eine Webseite hat, öffnet immer den Druckdialog. Das ist Absicht: So behältst du die Kontrolle und keine Webseite kann ungefragt deinen Drucker belegen.
Für eine einzelne Seite ist das sinnvoll. Für fünfzig Versandlabels am Tag ist es fünfzigmal derselbe Klick.
Wie automatischer Druck trotzdem geht
Den Druckdialog wirst du nicht im Browser selbst los, sondern über ein kleines Hilfsprogramm, das lokal auf deinem Rechner läuft. Dieses Programm spricht direkt mit deinem Drucker und nimmt den Druckauftrag vom Browser entgegen, ohne Dialog.
So ein lokaler Druck-Helfer ist der saubere Weg. Er funktioniert in jedem Browser, du wählst den Drucker einmal aus, und ab dann landet jedes Label sofort im Drucker.
So druckt PackSprint automatisch
PackSprint nutzt genau diesen Weg über ein kleines Druck-Hilfsprogramm für Windows, macOS und Linux. Die Einrichtung ist einmalig:
- Du installierst das Druck-Hilfsprogramm auf dem Rechner am Packtisch.
- Du richtest es einmal so ein, dass es ohne Nachfrage drucken darf. Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung dafür findest du direkt in den Einstellungen der App.
- Du wählst deinen Etikettendrucker aus und aktivierst den automatischen Druck.
Danach erstellt ein Tastendruck das Label und schickt es ohne Dialog direkt an den Drucker. Leertaste für ein DHL Paket, → für ein DHL Kleinpaket. Kein Klicken, kein Bestätigen.
Labels richtig aufkleben
Ein gut gedrucktes Label hilft nur, wenn es auch richtig klebt. DHL hat dazu klare Vorgaben:
- Das Label gehört vollflächig auf die größte Seite des Pakets.
- Nicht über Kanten kleben, sonst kann der Barcode nicht maschinell gelesen werden.
- Keine nachträglichen Korrekturen an der Adresse, kein Durchstreichen.
- Den Leitcode nicht überdecken und nicht doppelt aufbringen.
Ein falsch platziertes Label kann zu Verzögerungen führen, weil der Barcode nicht maschinell gelesen wird. Mit der passenden Kartongröße passt das A6-Etikett sauber auf die größte Fläche, dazu mehr im Artikel zur richtigen Kartongröße.
Wie sich der Druck in den gesamten Versandablauf einfügt, zeigt der Artikel Shopify-Versand schneller machen.